Aktuelle Information zur Vogelgrippe (Geflügelinfluenza)
Die Jägerinnen und Jäger des Kreisjagdverbandes sind täglich im Landkreis Erding unterwegs und verfügen über die beste Übersicht, was in den rund 110 Revieren passiert.
In enger Abstimmung mit den örtlich zuständigen Behörden informiert Dr. Klaus Ottis, Veterinär und Vorstandsmitglied des KJV über die aktuelle Lage hinsichtlich der Vogelgrippe: „Die Vogelgrippe (Geflügelpest bzw. -influenza) begleitet uns schon seit ein paar Jahren und hat nun einen neuen Höhepunkt erreicht. In den letzten zwei Wochen wurde ein starker Anstieg von tödlichen Infektionen bei Wildvögeln wie auch Geflügelzuchtbetrieben aus mehreren Bundesländern, auch Oberbayern und Schwaben, gemeldet. Ursache für die starke Zunahme ist der derzeitige herbstliche Vogelzug vom Nordosten Europas nach Südwesten, dabei überqueren die Tiere große Teile Deutschlands. Mit weiteren, eventuell auch großflächigen Infektionen muß daher gerechnet werden. Die prinzipiell für Menschen nicht-ansteckende Influenza-Subtype H5N1 kann allerdings in seltenen Fällen und bei ausreichend starker Exposition nach Auskunft des Friedrich-Löffler-Instituts auch zu einer menschlichen Erkrankung führen.“
Der Kreisjagdverband Erding spricht deshalb folgende Empfehlungen aus:
- Beim Auffinden von verendeten Wildvögeln in freier Wildbahn ist auf strikte Biosicherheit zu achten.
- Tot aufgefundene Wildvögel sind bitte dem Veterinäramt Erding zu melden (Tel. 08122-581470) bzw. sollen in verschlossenen Plastiksäcken unter Benützung von Einmalhandschuhen dort abgeliefert werden.
- Personen, die mit Geflügelbetrieben Kontakt haben, sollten keine Kontakte zu verendeten Wildvögeln haben.
Die herbstliche Jagd auf Wildenten und -gänse ist derzeit noch erlaubt. Aber auch hier gilt: Erlegte Wildvögel nur geschützt anfassen und Kontakt zu Hausgeflügel meiden. Hinweis: Auch scheinbar gesund erlegtes Wildgeflügel kann Träger des Influenzavirus sein, ohne zwangsläufig daran zu erkranken.
Aktuelle Entwicklungen und befallene Gebiete kann man auf der Website des Friedrich-Löffler-Instituts nachlesen: www.fli.de